Klassische Homöopathie

Homöopathische Grundgedanken

Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die vor gut 220 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt wurde. Seine Lehre fußt auf drei Grundprinzipien, die er durch seine praktische Erfahrung als Arzt und begabter Chemiker entdeckt hatte. Diese stehen im Gegensatz zu den damals wie heute üblichen medizinischen Theorien und Methoden.


Die Ähnlichkeitsregel

besagt, dass eine Arznei dann heilend wirken kann, wenn sie beim Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen erzeugen kann, wie sie der zu heilende kranke Mensch zeigt.


Die Arzneimittelprüfung

ist die Methode, nach der man die Wirkungen von Arzneien beurteilen kann. Sie besteht in der Einnahme kleiner Dosen von Arzneien durch gesunde Menschen unter genau kontrollierten Bedingungen und dem genauen Aufzeichnen der bei diesen Personen auftretenden Symptome. Sie ist gleichzeitig die Voraussetzung für eine Anwendung der Ähnlichkeitsregel im Sinne des Erkennens einer Ähnlichkeit zwischen Arzneiwirkung und Krankheitssymptomen


Die Potenzierung

Hahnemann fand in praktischen Versuchen heraus, dass sich die Heilkraft der Arzneien entgegen der damals wie heute vorherrschenden Meinung verstärkte, wenn er die Arzneien mit einer Grundsubstanz (Wasser, Alkohol oder Milchzucker) vermischte, in vielen aufeinanderfolgenden Schritten immer weiter verdünnte und dabei durch Verschütteln oder Verreiben Energie zuführte.


Die aus diesen drei Grundprinzipien entstandene Heilmethode nannte Hahnemann Homöopathie von den griechischen Wörtern Homöos = Ähnlich und Pathos = Leiden.


Ein großer Unterschied zur herkömmlichen Medizin liegt dabei in der Tatsache, dass die Homöopathie bei der Findung des richtigen Mittels die Gesamtheit aller Symptome eines Patienten berücksichtigt, egal ob diese aus medizinischer Sicht Teil der Krankheit sind, wegen der die Behandlung gesucht wird, oder nicht. Die Homöopathie ist in diesem Sinne eine wirklich ganzheitliche Heilmethode. Sie nimmt darüber hinaus bei jeder Krankheit körperliche und seelische Erscheinungen der Patientinnen gleichermaßen wichtig.


Eine Folge dieser Tatsache ist es, dass zwei verschiedenen Menschen, die an der scheinbar gleichen Krankheit wie z.B. Heuschnupfen oder rheumatoider Arthritis leiden, in aller Regel nicht mit dem gleichen homöopathischen Medikament geholfen werden kann. Bei genauem Hinsehen unterscheiden sich die Beschwerden nämlich nach ihrer Art, ihrem Ort, dem Zeitpunkt und den Umständen ihres Auftretens, ihrer Ursache und vielen anderen Kleinigkeiten. Daher ist die Homöopathie auch eine wahrhaft individuelle Heilmethode, da jeder Patient seine ganz eigene Behandlung bekommt, die nicht vergleichbar ist mit der Behandlung irgendeines anderen Menschen.

© Michael Schrader

Die homöopathische Behandlung

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